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2011
Haus SWohnhaus |
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2011
Haus A-HWohnhaus |
| http://www.aknds.de/aktuell1.html?&tx_ttn ews%5Btt_news%5D=2020&tx_ttn ews%5BbackPid%5D=127&cHash=06b1489f70 |
2011 ON STAGE: EINE INTERNATIONALE AUSSTELLUNGÜBER ARCHITEKTINNEN UND LANDSCHAFTSARCHITEKTINNEN29.03. - 03.05.2011 Laveshaus der Architektenkammer Niedersachsen Friedrichswall 5, 30159 Hannover |
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2010
Wohnen Am StadtwaldVorentwurf für Drewes Baugesellschaft mbH Freiraumkonzept Das neue Quartier am Stadtwald ist eingebettet zwischen Sportanlagen und IGS. Diese wichtige Verbindung wird räumlich von einem Grünzug begleitet. Es reiht sich eine Folge von begrünten Platzräumen auf, die durch eine jeweils spezielle Nutzung und Gestaltung differenziert werden. Stadtwaldhaus Das Stadtwaldhaus bildet den Übergang zwischen Quartiersplatz und Stadtwald.. Der westliche Gebäudeteil bildet Ansicht und Adresse zum Platz aus und formt dort eine Raumkante. In dieser Wohneinheit mit barrierefrei erschlossenem Erdgeschoss ist ein miteinander Wohnen mehrerer Generationen in vielseitiger Zusammensetzung denkbar. Gemeinsam mit den gegenüberliegenden Reihenhausgruppen spannt das Stadtwaldhaus eine Folge von Platzräumen auf. Reihenhaus Die Reihenhauszeile begrenzt den Quartiersplatz Richtung Westen. Die Stichwege bilden drei Häusergruppen. Eine Hausbreite von 6m ermöglicht ein ökonomisch ausgenutztes Tragwerk. Einschnitte in den Gebäudekörper an der Platzfassade gliedern die Häuser zueinander und formulieren Eingänge sowie Loggien. Es ist möglich, den PKW vor dem Haus oder aber innerhalb des Gebäudes in einer integrierten Garage unterzubringen. Nach dem Bedarf der zukünftigen Nutzer können die Stadthäuser zwischen 10, 11 oder 12 m tief angelegt werden. Diese räumliche Staffelung zum Garten bildet private Terrassen. Das Grundrisskonzept sieht Aufenthaltsräume im Freien auf allen Geschossebenen vor. Durch diese Vielfalt entstehen bei einer kompakten und damit auch energiesparsamen und kostengünstigen Bauweise eine hohe räumliche Qualität und eine gelungene Nachbarschaft. |
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2010
LessingstrasseVorentwurf für Drewes Baugesellschaft mbH Angrenzend an das Handwerkerviertel, das mit seiner besonderen Mischung und Atmosphäre eine starke, urbane Ausstrahlung hat, spannt sich zwischen Lessing- und Seilerstraße eine neue Wohnstraße auf. Die entwickelten Haustypen berücksichtigen heutige Wohnbedürfnisse und bilden miteinander einen halböffentlichen, städtischen Ort mit einer eigenen Identität. Die barrierefrei erschlossenen Wohnungen an der Lessingstraße sind durch das gewählte Tragwerk kombinierbar zu vielfältigen Wohnungsgrößen. Eine Tiefgarage mit 20 Stellplätzen und ein gemeinsamer Fahrrad-, und Buggyabstellraum im Erdgeschoss ermöglichen Mobilität für alle Altersstufen. Kleine bis mittlere Gewerbeeinheiten für Bäcker, Physiotherapiepraxis oder Schreibwaren befinden sich im Erdgeschoss. Die Stadthaustypen Nord und Süd bilden die Quartierstraße. Vis à Vis nehmen die Häuser aufeinander Bezug in Rhythmus, Gliederung und Proportion. Das nördliche Stadthaus formuliert ausgeprägte Adressen über individuelle Treppen ins Hochparterre direkt in den nach Süden orientierten Wohnbereich. Das nördliche Stadthaus erhält einen Patio mit einem PKW Stellplatz je Hauseingang. In die nördliche Häuserzeile integriert sich ein Pocket Park zum Spielen und Treffen: ein Quartiersplatz als geschützter, grüner Ort, der erhaben über der Straße liegt. Unterhalb der Spielfläche finden 18 Stellplätze, eine integrierte Recyclingsammelstelle sowie eine gemeinsame Energiestation Platz. |
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2010
VOM REIZ DER LEISEN TÖNEvon Susanne Kreykenboomin: HÄUSER, 6-2010, Dezember/Januar, Seite 83, Portfolio Nr. 116 Fotografie: Klemens Ortmeyer |
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2010
Haus L-BWohnhaus, südlich Alter Holzwegprivater Bauherr Planungsbeginn: Februar 2010 Baubeginn: April 2011 Wohnfläche: 180 m² Nebenfläche: 85 m² |
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2010
St. Leonhards GartenBraunschweigBundesmodellprojekt ExWoSt 6 Stadthäuser für die Baugruppe »Upper Eastside« Planungsbeginn: März 2008 Baubeginn: April 2010 Fertigstellung: Frühjahr 2011 4-geschossige Stadthäuser Wohnfläche gesamt: ca. 1.000 m² Grundstücksgrößen: 160-220 m² Energiestandard: KFW 60 / KFW 40 Sechs Stadthäuser für St. Leonhards Garten Das Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots bot als wertvolle Fläche in zentraler Lage zur Innenstadt und angrenzend an das beliebte Wohnquartier östliches Ringgebiet den Anlass für die Stadt Braunschweig, ein Wohnquartier unter besonderen Vorzeichen zu entwickeln. Das städtebauliche Rahmenkonzept fand sich in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren. Die Umsetzung erfolgte mit besonderem Augenmerk auf zukunftsfähige Wohnkonzepte mit mehreren Generationen, Vorgaben zu Material, Gestaltung und Raum sowie der Projektdurchführung ausschließlich von Bauherrengemeinschaften. Die Bauherrengemeinschaft „Upper Eastside“ fand sich zusammen als Gruppe von sechs Familien mit insgesamt zehn Kindern. Das 38 m lange Grundstück wurde in sechs Parzellen von 6-8 m Breite unterteilt. Aus drei verschiedenen Grundrisstypen wurden in stetigem Austausch Planungskonzepte für 6 gereihte Stadthäuser. Das Volumen der Häuser staffelt und gliedert sich und bildet private Freibereiche und Terrassen auf verschiedenen Geschossebenen. Der Gartenbereich ist von einem Privatweg erschlossen und wird gemeinsam als Spiel- und Freizeitfläche genutzt. Die angestrebte Individualität der Räume wurde in einer weitgehend vereinheitlichten Konstruktion und Bauweise verwirklicht. Dadurch konnten die Häuser zu niedrigen Baukosten und gleichzeitig in einer hohen Qualität realisiert werden. |
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2010
Topografie HausWohnhaus, Wolfenbüttelprivater Bauherr Planungsbeginn: März 2010 Baubeginn: April 2011 Nutzfläche: 250 m² |
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2010 Haus MWohnhaus für eine FamilieSchunterterrassen, Braunschweig privater Bauherr Planungsbeginn: März 2008 Baubeginn: Mai 2009 Fertigstellung: Januar 2010 Bruttorauminhalt: 1.084 m³ Bruttogeschossfläche: 340 m² (2 Vollgeschosse) Wohnfläche: 185 m² Grundstücksgröße: 598 m² Konstruktion: Stahlbeton, Mauerwerk Außenwand: Putz, Holzfenster Eiche Bodenbeläge: eingefärbter Zementestrich, Parkett Raucheiche, Feinsteinzeug Endenergieverbrauch: 60,4 kWh/m²a Gebäudehülle: 0,32 W/m²K Fotografie: Klemens Ortmeyer Publikationen: Tag der Architektur 2010, Wanderausstellung »Low Energy«, Architektenkammer Niedersachsen, 2010 BAUNETZ WISSEN (externer Link) Mit
Liebe zum Detail
Nein, wer wilde Bauformen sucht, wird im Querumer Baugebiet "Schunterterrassen" nicht fündig. Hier gibt es keinen Wildwuchs. Im Gegenteil: Feine Linien, aufgeräumte und klare Formen und ein besonderes Fingerspitzelgefühl für dezente Details leiten das Auge. Weiß verputzte Kuben, jeder für sich etwas Besonderes – wirken unaufgeregt auf den Betrachter. Hier, am südlichen Anger, steht auch das neue Zuhause von Nadine Bachmann und Karsten Müller. Auf einem 600 Quadratmeter großen Grundstück, das alles andere als einfach zu bekommen war. Das Modellprojekt "Schunterterrassen" hatte sich bei Bauherren fix herumgesprochen: Alleine für den ersten Bauabschnitt gab es vielmehr Interessenten als Bauplätze. Und das, obwohl die von der Stadt Braunschweig auferlegten Vorgaben den Gestaltungsrahmen der Bauherren deutlich einschränkten. Regeln, die aber viele auch als Möglichkeit erkannten: Gestalterische Spielregeln als Chance ein unverwechselbares Quartier zu schaffen. Familie Bachmann Müller ist seit Anfang dieses Jahres ein Teil des auffallend unauffälligen Quartiers. Bei einem Bauherrenseminar hatten sie ihre Architekten kennen gelernt. Ahad Architekten aus Braunschweig entwarfen ihnen ein Haus, das bereits in der ersten Skizze genau den Vorstellungen der Bauherren entsprach. "Es war einfach alles so unkompliziert", berichtet die Bauherrin. Architektin Katja Ahad bestätigt: "Es war wirklich eine sehr gute Zusammenarbeit, was vor allem daran lag, dass die Bauherren schon genaue Vorstellungen und Spaß daran hatten, den Prozess zu begleiten". Bekommen haben sie einen schlichten reduzierten weißen Kubus, der durch die Liebe zum Detail und konsequente Reduzierung besticht. Jede Ecke im Haus vom Stauraum für den Rasenmäher bis zur Ausbildung der Türzarge wurde in der Planung beleuchtet und durchdacht - selbst noch offene Wünsche, wie der Sonnenschutz, sind bereits eingeplant und vorinstalliert. So wirkt heute alles ganz selbstverständlich und aufgeräumt. Was so einfach wirkt, erfordert ein hohes Maß an minuziöser Planung. Die Dachkanten sind präzise herausgearbeitet, Regenrohre nicht sichtbar und der Schornstein verschwindet wie die Solaranlage hinter der Attika. Die Doppelgarage ist in das Gebäude integriert und verschafft ihm zusätzliches Volumen. Ein Fassadenband aus Eichenholztafeln fasst das Tor ein und lässt es verschwinden. Die Holztafeln und Eichenfenster geben dem Haus eine wohlige Wärme. Der polierte und geölte Estrich wirkt im Kontrast zu den weiß verputzten Wänden fast samtig und sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Erdgeschoss. Im Innern überrascht das Haus mit drei Meter hohen Räumen, die sich um den zentralen Raum mit Küche und Essplatz anordnen. Von hier öffnet sich der Raum zur Galerie im Obergeschoss, das mit niedrigeren Räume und einem dunklen Parkettboden den privaten Bereich der Familie kennzeichnet. Nischen in den Wänden integrieren das Mobiliar und schaffen klare Fronten. Große Fensterfronten tauchen das Haus in Licht. "Bei all der Transparenz, die wir uns gewünscht haben, hatte ich die Sorge, dass man aber auch reinschauen kann", schildert Bachmann. Ahad Architekten lösten den scheinbaren Konflikt aus Offenheit und Privatsphäre mit einer geschickten Anordnung der Räume und Fenster sowie einer Brüstung für die Fenster im Obergeschoss. "Es funktioniert", bestätigt Bachmann: "Ich habe mich von Anfang wirklich zu Hause gefühlt. Das einzige stressige war der Umzug." Meike Alonso Malo Referentin der Architektenkammer Niedersachsen, für die Braunschweiger Zeitung, 15.03.2010 Das
Wohnhaus Bachmann-Müller befindet sich am östlichen
Rand des Baugebietes Schunterterrassen im Stadtgebiet Braunschweig. Die
gute Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten des
täglichen Bedarfs, der City und Schulen ermöglicht
den Quartiersbewohnern eine energiesparsame Mobilität.
Weiß verputzte Hauskörper gruppieren sich um einen gemeinsamen Anger, einer Grünflläche, die gemeinschaftlich nutzbar ist. Dabei darf jedes individuelle, zweigeschossige Wohnhaus ein Baufeld von 15 m mal 15 m Kantenlänge besetzen. Die Räume des Wohnhauses Bachmann-Müller sind nach den Himmelsrichtungen und dem Lauf der Sonne im Tagesablauf gegliedert. Dabei öffnet sich das Haus zur Nutzung der Sonneneinstrahlung als passiven Wärmegewinn maximal nach Westen, und benötigt an sonnigen Tagen auch im Winter keine zusätzliche Heizleistung. Die Nordfassade ist hingegen fast vollständig geschlossen. Der hochgedämmte Wandaufbau minimiert den Energieverlust durch die Gebäudehülle. Die Materialien im Inneren ermöglichen es, die eingefangene Sonnenenergie zu speichern (Betondecken, eingefärbter, geölter Estrichfußboden, Kalksandsteinvollsteine, verputzte Innenwände). Diese sogenannte "Bauteilaktivierung" wirkt neben der Ausnutzung der natürlichen Energiequelle Sonnenwärme auch als Klimapuffer und hilft zu einem konstanten Raumklima mit großer Behaglichkeit. In einer Abfolge von Ausschnitten, die das Haus gliedern, verschränken sich Innen- und Außenräume. Der Wohnbereich öffnet sich zum grünen Anger nach Westen. Frühstücksterrasse und Arbeitszimmer orientieren sich mit Ausblick auf die Schunterauen nach Osten. Eine Solarthermieanlage, die im optimalen Neigungswinkel der Kollektoren hinter dem Dachrand montiert ist, sorgt für die Brauchwassererwärmung durch Sonnenenergie. Die vertikalen Verbindungen für eine nachrüstbare Photovoltaikanlage sind bereits angelegt. Für die Fensterflügel, Paneele, Türen und das Garatentor wurde unter dem Aspekt der Energiebillanz und der Haltbarkeit das heimische Holz Eiche verwendet. Ein großzügiges Wohngefühl in dem kosten- und flächensparenden Entwurf entsteht durch die räumlichen Verbindungen von Innen und Außen, Oben und Unten, Einblick und Ausblick. |
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2008 Haus HWohnhaus mit Büro, Wolfenbüttelprivater Bauherr Planungsbeginn: Februar 2006 Baubeginn: Oktober 2006 Fertigstellung: 2008 Bruttorauminhalt: 1.191 m³ Bruttogeschossfläche: 368 m² Nutzfläche: 300 m² Konstruktion: tragende Wandscheiben, Stahlbeton Material: Kalksandstein Decken: Stahlbeton Deckdecke und Stellplatz: Holzkonstruktion Außenwand: Zementputz, reinschwarzer Buntsteinputz, beschieferte Dachbahn Holzfenster: Meranti Sonnenschutz: Aluminum-Raffstores Bodenbeläge: Parkett Hochkantlamellen Nussbaum, Feinsteinzeug Energie: passive Solarenergienutzung zur Brauchwassererwärmung Fotografie: Klemens Ortmeyer Auszeichnung: BDA Preis Niedersachsen 2009, Anerkennung Publikation: Tag der Architektur 2008 Jury:
"Das
großzügige Wohnhaus mit Büro entwickelt im
Zusammenhang
mit dem von Westen nach Osten abfallenden Grundstück und
seinem
schönen Ausblick zur Landschaft auf drei halbgeschossig
zueinander
versetzten Ebenen interessante Raumsituationen. Die Anordnung der
Bauköper zueinander schafft gut zu benutzende und
vielschichtige
Bewegungs- und Begegnungsräume für die Familie. Der
Entwurf
ist ein gutes Beispiel dafür, wie selbstverständlich
und
eigenständig gute Architektur ist, wenn sie konsequent aus den
Bedingungen des Ortes und der Entstehungszeit entwickelt
wird."
Anerkennung, BDA Preis Niedersachsen 2009, S . 40–43 |
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2006 Hauptkirche SonnbornFamilienkirche/GemeindecaféBauherr: Evangelische Kirchengemeinde, Sonnborn, Wuppertal Planungsbeginn: Februar 2006 Baubeginn: Juni 2006 Fertigstellung: September 2006 Konstruktion/Material: Eingefärbter Estrich und Putz, Sicherheitsglas VSG, Text gesandstrahlt, Holzkonstruktion Eiche lasiert, Akkustikdecke, Möbel aus Filmplatte, gesteckt Fotografie: Sigurd Steinprinz, Klemens Ortmeyer Auszeichnungen: BDA Preis Wuppertal Auszeichnung 2007 Artheon Kunstpreis Anerkennung 2008 Publikation: Tag der Architektur 2007 »Bauen und Erhalten«, Evangelische Kirche im Rheinland, 2007 BDA
Preis,
Auszeichnung guter Bauten 2007
1. Rang: Auszeichnung Nr. 5 Kinderbereich und Gemeindecafe in die denkmalgeschützten Hauptkirche Sonnborn Der kleine multifunktionale Raum - Spielbereich für Kinder während des Gottesdienstes, Gemeindecafe, Treffpunkt - inmitten des Kirchenraumes, dem Herzens der Gemeinde, stellt eine sehr authentische Funktionsidee dar. Die bescheidene Grundhaltung des Konzeptes entfaltet trotz des kleinen Maßstabs eine beeindruckende Signifikanz und bildet so eine selbstverständliche Einheit mit dem historischen Kirchenraum. Der besinnliche Charakter des Raumes, der gleichsam als Lichtraum eine offene Fuge unter der Empore aufspannt, vermag die Wirkung des Kirchenraumes zu steigern. Die Raumhelligkeit ist individuell steuerbar, der akustische Schutz von innen nach außen gesichert, aber umgekehrt die akustische Partizipation am Geschehen im Kirchenraum möglich. Die einfachen, selbst entwickelten und demontablen Möbel unterstützen die archaische Atmosphäre des Raumes. Das Projekt zeichnet sich durch konsequente Reduktion der Materialien auf Estrich, Holz und Glas aus. Die Worte des einleitenden Satzes des Johannesevangeliums bilden eine zurückhaltende, gleichsam poetische Kulisse auf den rahmenlos gesetzten Glaswänden. Die Jury prämiert dieses bescheidene und behutsame Projekt als sensible Setzung im historischen Kontext. Der
Einbau eines multifunktionalen Raums unterhalb der Empore der
denkmalgeschützten Hauptkirche Sonnborn erscheint
zunächst als eine behutsame Intervention, deren
Zurückhaltung auf eine Reduktion der eingesetzten Mittel
schließen lassen könnte. Rahmenloses, raumhohes Glas
und einfache Holzmöbel bilden einen Spielraum für die
Kinder während des Gottesdienstes bzw. einen Caféraum
für die Gemeinde während kälterer
Jahreszeiten. Bei genauerer Betrachtung hingegen treten
Gestaltungsweisen hervor, die eine alternative Lesart zulassen, da
ihnen ein vielschichtiges Potential zur Intensivierung der Wahrnehmung
innewohnt.
Am Anfang steht jedoch ein Stück funktionaler Architektur. Ohne den Raum visuell vom Kirchenschiff abzugrenzen, wird die Gemeinde während des Gottesdienstes akustisch von der lebendigen Geräuschkulisse ihres Nachwuchses getrennt. Gleichzeitig ergibt sich damit ein wohlproportionierter Raum für den informellen Austausch unter Gemeindemitgliedern. Die Ausführung durch eine rahmenlose Glaskonstruktion erscheint dem Kirchenraum wie der Funktion angemessen. Auch die weitere Materialwahl zeugt von der Bescheidenheit einer Intervention mit zeitgenössischen Mitteln. Der umgebende Naturstein findet im entsprechend eingefärbten Estrich seine Fortsetzung und die neuen hölzernen Türrahmen, Regale und Tische lehnen sich in ihrer dunklen Einfärbung an die Holzkonstruktionen des Kirchenraums an. Der Stuhlbestand wurde durch eine zurückhaltende Farbigkeit aktualisiert. Allein die Worte, die in einem nahezu stoischen Raster auf der Glaswand und, in direkter Wiederholung, auf der grauen Putzwand ruhen, stechen als gestalterischer Akzent hervor. Indem der einleitende Text des Johannesevangeliums >im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort< ohne Satzzeichen, in gleichen Wortabständen, egal ob in Leserichtung oder in vertikaler Ausrichtung, und gleichmäßig verteilt ist, wird er sowohl zu konkreter Poesie, als auch zu einer eigenständigen Räumlichkeit. Dieser Abstraktionsraum oszilliert nun zwischen dem Visuellen und dem Auditiven, wie sie als Dichotomie schon in der zugrunde liegenden Gestaltungsaufgabe bzw. -absicht erkennbar ist. An dieser Stelle, wo die Verkündung von Gottes Wort mit dem Geräuschpegel seiner Kinder konkurriert und dieser mögliche Widerspruch mit architektonischen Mitteln gelöst wird, ist die Vielschichtigkeit von Gestaltung als Potential wahrgenommen worden. Wiederum auf funktionaler Ebene werden die Dinge unprätentiös zusammengeführt und gleichzeitig zugespitzt. Das der Raum an seinen Längsseiten mit der Leichtigkeit des Wortes als flüchtiges Ornament spielt und an seinen Eingangsseiten von Regalen mit dem schweren gebundenen Wort in Buchform flankiert wird mag zufällig erscheinen, bildet dennoch eine weitere Ebene für eine Architektur der reduktiven Intensivierung. In diesem Sinne führt der Einbau hin zu einer Ästhetik der Installation, die mit der entkoppelten Referenzialität des Sichtbaren und Hörbaren arbeitet und diese nicht als Effekt ruhen lässt, sondern in behutsamer Art und Weise unterschiedliche Ebenen der Gestaltung befruchtet. Ein >Nicht-hören, aber Sehen< als eine Art Wahrnehmungsmaschine wurde in dieser Form von dem us-amerikanischen Künstler Dan Graham erstmalig zur Biennale di Venezia schon 1976 eingesetzt. Damals trennte er zwei gleichgroße und getrennt zugängliche Räume zur akustischen Entkoppelung mit einer großen Glasscheibe. Durch die visuelle Kontaktaufnahme mit dem Gegenüber wurde dabei gleichzeitig die eigene akustische Artikulation hervorgehoben und wiederum der Blick als Observation herausgestellt, da die Wahrnehmung gewohnt ist, das Hören und Sehen zu verbinden. Eben dieses Potential zu einer andersartigen intersubjektiven Wahrnehmung ruht nun auch in der Familienkirche Sonnborn. Auch wenn die Architektur nicht als Installation gelesen wird, könnte sie über ihr vielschichtiges Potential einer intensivierten Wahrnehmung dennoch das Verhältnis der Menschen auch in diesem Raum transformieren. So könnte Architektur wie das Wort sein: in der Beziehung zwischen Sehen und Hören, von Lesen und Verstehen geht es selten um eine direkte Aussage, vielmehr sind es abstrakte Gefüge die dem Leben Möglichkeitsräume eröffnen. Carl C. Zillich wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundesstiftung Baukultur |
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2006 Schunterterrassen
in Braunschweig-Querum |
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2005 Langstrasse
Wohn- und Geschäftshaus |
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2005 Seon
Kirchenneubau |
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2004 LadenDer soft-furnishing-Laden ist mit einfachen Mitteln gestaltet. Das Farbkonzept wird zur Corporate Identity. |
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2004 Haus JWohnhaus für eine Familie, Grevenprivater Bauherr Planungsbeginn: Februar 2003 Baubeginn: Juni 2003 Fertigstellung: Januar 2004 Bruttorauminhalt: 598 m³ Bruttogeschossfläche: 103 m² (1 Vollgeschoss) Nutzfläche: 152 m² Wohnfläche: 145 m² Grundstücksgröße: 615 m² Konstruktion: Mauerwerk, 2-schalig Decken: Stahlbeton Sparrendach Außenwand: Vollklinker, Holzaluminiumfenster Bodenbeläge: Parkett Hochkantlamellen Buche, Glasmosaik Niedrigenergiehaus Fotografie: Andreas Bormann, Klemens Ortmeyer Publikation: Tag der Architektur 2008, Wanderausstellung Architektenkammer Niedersachsen, Drexel, Thomas, »Low Budget Häuser«, DVA, 2010 Raumwunder
in Greven
Eine Pferdekoppel an einer kleinen Wohnstraße am Ortsrand des Dorfes Gimbte im Münsterland bot das ideale Baugrundstück für eine Familie mit Kindern. Bei der gemeinsamen Entwicklung des Raumprogramms mit den Architekten wurden die speziellen Bedürfnisse und Wünsche der Familie nach einem großzügigen, offenen Wohnbereich sowie drei gleichwertigen Kinderzimmern verwirklicht. Die Wohnflächen und Wege zwischen den Räumen wurden auf das absolut Notwendige minimiert und alle entstehenden Resträume, wie Spitzboden oder Treppenraum konnten als Stauräume ausgenutzt werden. Durch diese räumliche Planung ließen sich die hohen Kosten zur Erstellung eines Kellerraumes sparen. Das Konzept, jeden Winkel des Hauses auszunutzen und nach Zugänglichkeit und Ausbaustandard verschiedene Neben- und Abstellflächen zu planen, fand bei der Familie große Zustimmung. Das Raumkonzept passt sich an das Lebensalter seiner Bewohner an. Vorschulkinder benötigen viel Bewegungsraum sowie die Nähe zu allen Familienmitgliedern im offenen Wohnbereich. Jugendliche Hausbewohner wünschen einen ungestörten persönlichen Rückzugsort in den eigenen vier Wänden. Wenn dann junge Erwachsene die Familienwohnung verlassen möchten, lässt das obere Geschoss eine freie Umgestaltung zu: die Trennwände der individuellen Zimmer sind als nicht tragende Wände konstruiert. Deshalb lassen sie sich nach Raumwunsch ganz oder teilweise entfernen. Die kompakte Gebäudeform birgt ein großes Raumvolumen im Verhältnis zur Außenwandfläche. Die gewählte Form spart hierdurch nicht nur in der Erstellung Kosten, sondern auch Betriebskosten für Heizenergie. "Vom Traum zum Haus", S. 52–55, Bundesarchitektenkammer, 2009 |
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2002 FreudenbergRealisierungswettbewerbSchulerweiterung Kantonsschule Freudenberg, Zürich Das Bestandsgebäude von Jacques Schader wurde 1960 fertiggestellt. Der Entwurf erweitert die bestehende Schule um eine Mediathek (870 m²), eine 3-Fachsporthalle (1.600 m²) und eine Mensa (854 m²). |
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2002-04 Praxisorthopädische GemeinschaftspraxisDr. Wittig und Dr. Strauss am Jungfernstieg, Hamburg 1. Bauabschnitt: 2002 Erweiterung: 2004 Empfang, Wartebereich, Behandlungsräume, Röntgen-, Labor-, Sozialraum Gesamtfläche: 250 m² Tag der Architektur Hamburg 2005 Die
Praxis im Haus des Ostens wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. Die
mittlere Raumschicht des Altbaus erhält durch Aufweitungen und
Lichtwände eine hohe räumliche Qualität.
Im Hinblick auf die Erweiterung der Praxis im zweiten Bauabschnitt
wurden modulare Möbel entworfen, die sich zu neuen
Raumsituationen gruppieren lassen.
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2001 GrasbrookhafenRealisierungswettbewerbGebäudetyp: Büro- und Verwaltungsbauten Vorentwurfsplanung für ein Bürogebäude mit ca. 17.000 m² Bruttogeschossfläche im Bereich des Grasbrookhafens in der HafenCity |
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2001 TramwartehallenBahnhofplatz, Paradeplatz und Bürkliplatz, Zürichinternationaler Projektwettbewerb Hochbaudepartemant der Stadt Zürich Zwischen
Hauptbahnhof und Zürichsee verbindet die
Bahnhofstraße eine einzigartige Folge öffentlicher
Außenräume. Für jeden der drei
Orte Bahnhof-, Parade- und Bürkliplatz entwickelt das Projekt
eine eigenständige Architektur, die der spezifischen
Besonderheit der Raumsituationen gerecht wird. Die Entwürfe
weisen eine prägnante morphologische Verwandtschaft auf, die
den Zusammenhang der Raumfolge stärkt und gleichzeitig
Freiheitsgrade birgt, um auf die einzelne Situation spezifisch zu
reagieren.
Projekt
Nr. 1002: Station
4. Preis Fr. 32.000,- Den Projektverfassern gelingt es mit einem Modulsystem auf die unterschiedlichen grosstädtischen Räume einzugehen und ein übergeordnetes Gesamtkonzept vorzuschlagen. Das Prinzip, mit wenigen konstruktiven Mitteln und Materialien auf die unterschiedlichen Orte spezifisch zu reagieren, ist überzeugend. Den Bahnhof- und Bürkliplatz prägen schmale, hohe Scheiben, die zusammen mit dem Glasdach eine großzügige Halle bilden. Beim Paradeplatz sind die Tragscheiben zu einem Kern zusammengefasst und lassen das Dach auskragen. Das Erscheinungsbild der einzelnen Teilprojekte wirkt urban und im städtischen Kontext angemessen. Durch die enge Rhythmik der Scheiben werden die Gebäude dank wechselnder Perspektive unterschiedlich wahrgenommen, über die Diagonale wirken sie massiv und frontal gesehen transparent. (...) Der zeitlose architektonische Ausdruck vermittelt eine wohltuende Strenge im hektischen Treiben der Plätze. Die direkte und indirekte Beleuchtung lassen abends eine ruhige Stimmung erahnen. Insbesondere das Beleuchten der massiven Scheiben verstärkt das Spiel der unterschiedlichen Wahrnehmungen. Das Projekt überzeugt durch seine konsequente, selbstbewusste Haltung im innerstädtischen Kontext und vermittelt eine ausgewogene Atmosphäre. Es wird dem hohen Anspruch, einen Gebäudetypus zu entwickeln, der die unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten und Funktionen berücksichtigt, mehrheitlich gerecht. (...) (Tramwartehallen, Projektwettbewerb, Hochbaudepartement der Stadt Zürich, 2001, S. 30–33) |
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2000 Haus LWohnhaus für eine Familie mit 3 Kindernprivater Bauherr Talkau, bei Hamburg Wohnfläche: 240 m² Grundstücksgröße: 1.400 m² |
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ImpressumRechtliche HinweiseAngaben nach § 5 Telemediengesetz (TMG) Ahad Architekten BDASt. Leonhards Garten 16, 38102 BraunschweigKarte/Anfahrt TEL +49 531 7075537 kontakt@ahad-architekten.com www.ahad-architekten.com Steuernummer 14/101/04939 Katja Ahad Dipl. Ing. Architektin BDA Architektenkammer Niedersachsen EL Nr. 16019 Sascha Ahad Dipl. Ing. Architekt BDA Architektenkammer Niedersachsen EL Nr. 14406 Katja
Ahad
Studium Uni Hannover / ETH Zürich // Studienstiftung des deutschen Volkes // Diplom 1998 // seit 2000 Ahad Architekten // 2001–02 Lehrauftrag TU Braunschweig // 2005-09 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Entwerfen und Konstruieren, Fakultät für Architektur und Landschaft, LU Hannover // Baugruppenmoderatorin Stadt Braunschweig // 2008 Berufung in den Bund Deutscher Architekten // 2011 Landesvorstand BDA Niedersachsen Sascha Ahad Studium Uni Hannover / ETH Zürich // Diplom 1995 // Mitarbeit Meili und Peter, Zürich // Mitarbeit Prof. Schweger und Partner, Hamburg // seit 2000 Ahad Architekten // 2001–07 wissenschaftlicher Assistent am Insitut für Baukonstruktion und Industriebau, TU Braunschweig // 2007 Gastdozent DAAD // 2008 Lehrauftrag TU Braunschweig // 2008 Berufung in den Bund Deutscher Architekten HaftungshinweisTrotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftungfür die Inhalte externer Links - für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. |